Psychodrama

Psychodrama ist eine wissenschaftlich anerkannte und vom österreichischen Bundesministerium für Gesundheit zugelassene Psychotherapiefachrichtung. Psychodrama als Methode ist handlungs- und ressourcenorientiert – der Begründer des Psychodramas, Jacob Levy Moreno, verstand es als „Einladung zur Begegnung“, bei der „die Wahrheit der Seele durch Handeln“ ergründet wird.

Im Psychodrama stehen über das Gespräch hinausgehend eine Vielzahl an Techniken und Settings ( Arbeit mit Symbolen, Bildern, kreativen Materialien, „Schlüpfen“ in andere Rollen,…) zur szenischen Bearbeitung von Themen zur Verfügung. Durch das Sichtbarmachen “inneren Szenen“, Bilder oder Gefühle kann mit diesen in der Therapie gearbeitet werden und ein Perspektivenwechsel gelingen.

Eine wichtige theoretische Grundlage für das Psychodrama bietet die Rollentheorie: Das Selbst einen Menschen wird hierbei als Rollensystem mit über– und untergeordneten, dominanten und weniger dominanten Rollen, verstanden. Bei psychischer Erkrankung oder seelischen Leidenszuständen ist das Rollensystem aus der Balance geraten – die Rolle z,B.: der/ des “Traurigen“, der/des “Ängstlichen“ etc. nimmt etwa eine übermächtige Stellung ein, das Rollensystem ist eingeengt und nur wenige (dominante) Rollen werden wahrgenommen und gelebt.

Durch die psychodramatische Arbeit in der Therapie wird das Rollensystem erweitert, Kraft- und Ressourcenrollen können erkannt und “Gegenrollen“ zu krankmachenden Rollenanteilen erarbeitet und gelebt werden. Durch Erweiterung des Rollenrepertoires kommt es zu einer Vergrößerung des Handlungsspielraumes und einer Zunahme der Fähigkeit, “im eigenen Leben Regie zu führen“.

Ziel der Psychodramatherapie ist es, aktivierend zu wirken, gelingende Begegnung mit sich Selbst und anderen Menschen sowie Spontaneität und Kreativität zu fördern.